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GPRS - was ist das?

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GPRS (General Packet Radio Service) ist eine Erweiterung für die Datenübertragung im GSM Mobilfunknetz.
Bei der Entwicklung der GSM Netze machte man sich seiner Zeit keine großen Gedanken wie man große Datenmengen übertragen kann. Zu dieser Zeit nutzte man das Mobilfunknetz nur zum telefonieren. Die zur Verfügung stehende Datenübertragungsgeschwindigkeit im GSM Netz von 9,6 kBit/s erschein vollkommen ausreichend zu sein. Später verringerte man noch etwas die Fehlerkorrektur und kam so je Handy auf ca. 14,4 kBit/s.
Später wurde das Bedürfnis nach schnelleren Übertragungswegen in Verbindung mit dem Handy Internet (WAP) größer. Neben der Sprachübertragung wurden auch immer mehr Daten im Mobilfunknetz übertragen. Da zeigte sich schnell, das die GSM Netze an ihre Grenzen stoßen. Es musste eine andere Lösung gefunden werden, die mit GPRS dann auch geschaffen wurden.

 

Wie funktioniert GSM?

 

Beim GSM Netz werden zuerst einmal für das senden und für das empfangen von Informationen verschiedene Kanäle benötigt. Damit ein Sendemast nicht mit wenigen angemeldeten Geräten überlastet ist, nutzt man das so genannte TDMA "Time Division Multiple Access", oder auf Deutsch das Zeitmultiplex Verfahren. Je Frequenzband und Sendemast GSM-900 (D-Netz) oder GSM-1800 (E-Netz) werden je 124 Kanäle für das senden und je 124 Kanäle für das empfangen von Daten eingerichtet. Jeder dieser 124 Kanäle kann bis zu 8 Handys "bedienen". Somit können sich theoretisch an jeder Sendezelle 124x8 = 992 Handys anmelden. Die maximal 8 gleichzeitig auf einem Kanal angemeldeten Handys dürfen je nachdem abwechselnd alle 0,577 ms senden oder empfangen. Zuerst fängt Handy 1 an. Nach 0,577 ms ist Handy 2 an der Reihe u.s.w. Nach 4,615 ms ist ein Durchlauf beendet und der nächste beginnt. Durch diese Zeitversetzung hat das Verfahren auch seinen Namen "Zeitmultiplex" erhalten.

 

Die GPRS-Technik:

 

Als erste Erweiterung im GSM Netz entwickelte man die GPRS-Technik. Dabei werden die zu sendenden oder zu empfangenden Daten in so genannte Pakete zerlegt und dann über einen Kanal aber mehrere Zeitschlitze verschickt. Dabei könnten theoretisch alle 8 Zeitschlitze verwendet werden. Man käme dann auf eine Übertragungsrate von etwa 115,2 kBit/s. Allerdings würde das einen Sender sehr stark einschränken bzw. belasten. In der Praxis haben die Netzbetreiber die Übertragung somit auf maximal 4 Zeitschlitze beschränkt. GPRS kommt im günstigsten Fall damit auf etwa 53,6 kBit/s. Beim Empfänger werden die Datenpakete dann wieder zusammengesetzt und angezeigt. Ist ein Sender allerdings stark ausgelastet, kann es sein, dass auch nur wenige solche Pakete übertragen werden können, oder die zur Verfügung gestellten Zeitschlitze beschränkt werden. Die Datenübertragung sinkt dann natürlich stark ab.
Eine GPRS-Verbindung wird immer nur zeitweise aufgebaut und nach der Übertragung der Daten wieder getrennt. Werden neue Daten gesendet oder empfangen, wird eine neue Verbindung aufgebaut. Durch dieses System wird das Netz immer nur Zeitweise belastet. Allerdings kann es dadurch aber auch öfter mal eine Verzögerung geben. Die Abrechnung erfolgt bei GPRS nach übertragenen Programmpaketen (Datenmenge). GPRS kann bei fast allen neueren Handys benutzt werden. Auch die Netzbetreiber unterstützen alle GPRS.
Eine Alternative zu GPRS ist die HSCSD Technik. Dabei wird eine Feste "Standleitung" zum Sendemast aufgebaut und die Abrechnung erfolgt hier Zeitabhängig.

Gibt es sonst noch Alternativen?

Das GSM-Netz wurde seinerzeit eigentlich nur zum telefonieren entwickelt. Die Datenübertagung wurde später erst interessant. Heute ist es fast schon umgekehrt. Es werden bald mehr Daten im Mobilfunknetz übertragen als Telefongespräche. Dafür ist das GSM-Netz gar nicht ausgelegt. Im Jahr 2004 ging bei uns ein neues Mobilfunknetz unter der Bezeichnung "UMTS (Universal Mobile Telecommunications System)" an den Start. "UMTS" bezeichnet man als den Mobilfunkstandard der 3. Generation (3G). Dieses Netz ist viel besser auf die Datenübertragung ausgelegt und arbeitet auch deutlich schneller. Wenn man also nicht nur telefonieren möchte, sollte man sich UMTS näher ansehen. Allerdings ist hier die Netzabdeckung noch nicht so hoch wie im GSM-Netz.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 20. November 2013 15:19

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Letzte Aktualisierung: 24.12.2013

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